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Making of: Fujifilm X-T1

Veröffentlicht: 13.02.2017

 

Das Mysterium. Eine geheimnisvolle Villa, welche bereits seit dem 2. Weltkrieg auf der Kanareninsel Fuerteventura erbaut wurde und bei dem Örtchen Cofete, ganz im Süden der Insel, steht. Angeblich diente das große Haus nicht nur zum Wohnen... Die Reise zur Villa Winter war, auf Grund der als Straße dienenden Schotterpiste, mehr als abenteuerlich. Im Gegensatz zu dem genutzten Jeep kam ich heil und unversehrt davon. Korrekt, leider ist der Stoßfänger des Jeeps ein wenig in Mitleidenschaft gezogen worden...

"Die Villa Winter ist eine spanische Finca, die gegen Ende des 2. Weltkriegs durch den deutschen Ingenieur Gustav Winter in Cofete auf der Kanareninsel Fuerteventura erbaut wurde. Das verfallene Anwesen, das fernab vom Tourismus-Trubel in der Halbwüste von Jandia liegt, hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer wahren Touristen-Attraktion entwickelt. (...) Der Deutsche Gustav Winter wurde 1893 im Schwarzwald geboren. Schon im Ersten Weltkrieg zog es ihn nach Spanien, wo er 1915 sein technisches Studium in Madrid beendete. Danach arbeitete er mehrere Jahre in Spanien und war beispielsweise für die Errichtung eines Elektrizitätswerkes auf Gran Canaria verantwortlich. Gerüchten zufolge kam er bereits 1933 erstmals auf die Halbinsel Jandía auf Fuerteventura, die er dann 1937 pachtete. Zunächst soll er Pläne für eine Fisch- oder Zementfabrik gehabt haben, die er jedoch nie umsetzte. Stattdessen reist er nach Berlin, um die Finanzierung seiner Unternehmung zu sichern; manche vermuten, es könnte auch geheime Treffen gegeben haben, auf denen ganz andere Pläne besprochen wurden. Mit Begleitern kehrte er zurück, um das Gebiet zu kartographieren und Fotos zu machen. 1939 wurden sämtliche Einheimische von der Halbinsel verbannt, das gesamte Gebiet wurde zum Sperrgebiet erklärt. Im Jahr 1940 äußerte Hitler bei einem Treffen mit Franco den Wunsch, auf den Kanarischen Inseln einen deutschen Stützpunkt zu errichten, doch Franco zögerte noch. Bereits 1941 kamen jedoch deutsche U-Boote nach Gran Canaria. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wird die Villa Winter 1946 endlich fertiggestellt – erbaut unter anderem von politischen Häftlingen, die das militärische Sperrgebiet abends immer verlassen mussten. Erst 1947 kehrt Gustav Winter, inzwischen verheiratet, nach mehreren Jahren wieder auf die Insel zurück. Er lässt Tomatenfelder um die Villa anlegen und versucht, Bäume zu pflanzen. Später behauptet er, die Villa sei überhaupt erst 1958 erbaut worden und er habe hier Landwirtschaft betreiben wollen. Was war der wirkliche Zweck der Villa Winter? Für einen landwirtschaftlichen Betrieb hätte die Villa Winter über eine erstaunliche Ausstattung verfügt: es gab eine riesige Küche, in der man ein ganzes Bataillon hätte verpflegen können; extrem dicke Wände wie in einem Bunker und komplett gekachelte Räume, die vermutlich abhörsicher waren; unterirdische Gänge und ein Höhlensystem, das bei ausgiebigen Sprengarbeiten, die Winter 1950 durchführen ließ, vermutlich vernichtet wurde; einen markanten Turm, der ein idealer Aussichtspunkt wäre, um die gesamte Umgebung und den offenen Atlantik zu beobachten oder gar ein optimaler Standort für ein Flag (Flugabwehrgeschütz) war, sowie ein Rollfeld in der Nähe. All dies wirkt mehr wie eine militärische Anlage als wie ein Bauernhof. So vermuten viele, dass die Villa Winter hochrangigen Nazis als Unterschlupf und Zwischenstopp auf ihrer Flucht nach Südamerika hätte dienen sollten, nachdem sie per U-Boot oder Flugzeug auf die Halbinsel Jandía verbracht worden wären. Zu einem früheren Zeitpunkt könnte die Villa Winter als deutscher Stützpunkt im Atlantik konzipiert gewesen sein. Einige vermuten auch, dass es eine unterirdische Verbindung von der Villa zum Meer gab und dass neben Flugzeugen auch U-Boote hier stationiert werden sollten. Insbesondere die Spekulationen rund um U-Boot Bunker der Nazis auf Fuerteventura reißen bis heute nicht ab … (...)"

Quelle: Fuchs, M. (2001-2015)
Die Villa, verfügbar unter: http://www.villawinter.at.tt/ (13.02.2017).

 Jennifer Wütscher
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